Restrukturierung
statt Insolvenz
Kostenlose Erstanalyse auf Basis Ihrer Unternehmenskennzahlen

Unternehmenssanierung

Unternehmenssanierung und Restrukturierung sind oftmals synonym gebrauchte Begriffe. Ziel der Bemühungen ist stets, existenzerhaltende Gewinne für die Zukunft zu sichern und somit das Überleben Ihres Unternehmens zu gewährleisten. Die zu ergreifenden Maßnahmen können betriebswirtschaftlich, steuerlich oder auf dem rechtlichen Sektor angesiedelt sein. Welche Maßnahmen für Ihr Unternehmen zielführend sind, bedarf der Analyse durch einen erfahrenen Berater.

Sollten Sie daher unsere Hilfe in Anspruch nehmen wollen, schicken Sie uns bitte Ihre betriebswirtschaftlichen Kennzahlen über dieses Formular. Ein erfahrener Berater wird sich sodann zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen.

 

Die Details sind wie folgt:

Eine Unternehmenssanierung unterliegt zunächst einer Sanierungsprüfung. Diese besteht in der Feststellung der Sanierungsfähigkeit und der Sanierungswürdigkeit eines notleidenden Unternehmens.

Umfang dieser Prüfung:

  1. Chancen der Sanierungsfähigkeit des in der Krise befindlichen Unternehmens auf der Basis eines umfassenden Sanierungskonzepts
  2. Feststellung der Risiken und entsprechende kritischen Prämissen
  3. Qualifikation des Umsetzungsmanagements
  4. Sanierungsmehrwert
  5. Sanierungsvorteile der Beteiligten.

Diese Prüfung wird anhand eines Sanierungsgutachtens nach den IDW-Richtlinien „IDW S6“ erstellt.

In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wird die Aussagekraft von Sanierungsgutachten nach IDW S6 immer wichtiger. Doch oft bemängeln Banken zu Recht die Qualität dieser Gutachten. Wir bieten Ihnen in Kooperation mit spezialisierten Fachanwälten und Steuerberatern ein den erforderlichen Normen entsprechendes Sanierungsgutachten unter Einhaltung der Pflichtvorgaben nach IDW S6. Wir prüfen die Planprämissen branchenspezifisch und machen Ihnen diese verständlich. Insbesondere erklären wir Ihnen, welche Haftungsrisiken für die Beteiligten entstehen können. Sie bekommen einen Einblick, wie die professionelle Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen gewährleistet und das Sanierungscontrolling organisiert werden kann. Zudem erfahren Sie, welche Rolle das Sanierungs- und Zeitmanagement spielt und wie Sie sich bei negativen Abweichungen im Sanierungsprozess verhalten.

 

Hauptanforderungen an Sanierungskonzepte

Hauptbestandteile eines Sanierungskonzepts i.S. dieses IDW Standards sind:

  • Die Beschreibung von Auftragsgegenstand und -umfang
  • Basisinformationen über die wirtschaftliche und rechtliche Ausgangslage des Unternehmens in seinem Umfeld, einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
  • die Analyse von Krisenstadium und -ursachen, einschließlich der Analyse, ob eine Insolvenzgefährdung vorliegt
  • Darstellung des Leitbilds mit dem Geschäftsmodell des sanierten Unternehmens
  • die Maßnahmen zur Bewältigung der Unternehmenskrise und Abwendung einer Insolvenzgefahr
  • ein integrierter Unternehmensplan
  • die zusammenfassende Einschätzung der Sanierungsfähigkeit.

 
Die Gliederung eines Sanierungskonzepts kann sich an dieser Darstellung der Kernbestandteile orientieren.
Hauptbestandteile als Basis für eine fundierte Aussage zur Sanierungsfähigkeit
Nur auf der Grundlage dieser Kernbestandteile kann eine Aussage zur Sanierungsfähigkeit abgeleitet werden; die Beurteilung nur einzelner Problembereiche und Maßnahmen reicht hierfür nicht aus.
Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit der Unternehmenssanierung ist es erforderlich, zusätzlich zur Vollständigkeit der Kernbestandteile das Zusammenwirken der Komponenten des Sanierungskonzepts zu beachten.
Anstelle der isolierten Betrachtung einzelner Komponenten sind ganzheitlich die Querbeziehungen aller Komponenten des Sanierungskonzepts einschließlich des Leitbilds und der der Planung zugrunde liegenden Annahmen auf ihre Stimmigkeit hin zu analysieren und auszurichten.

 

Sanierungsfähigkeit und nachhaltige Fortführungsfähigkeit

Sanierungsfähig ist ein erwerbswirtschaftliches Unternehmen nur dann, wenn zunächst die Annahme der Unternehmensfortführung i.S.d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB bejaht werden kann und somit keine rechtlichen oder tatsächlichen Gegebenheiten der Fortführung der Unternehmenstätigkeit entgegenstehen, andernfalls ist eine Unternehmenssanierung nicht möglich.

Darüber hinaus sind durch geeignete Maßnahmen – in einem ggf. entsprechend verlängerten Prognosezeitraum – auch nachhaltig sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Renditefähigkeit wiederzuerlangen (nachhaltige Fortführungsfähigkeit).

Mit zunehmender Insolvenznähe steigt die Notwendigkeit, schnell greifende Sofortmaßnahmen umzusetzen. Wird eine akute Illiquiditäts- oder Überschuldungslage festgestellt, müssen unverzüglich, d.h. innerhalb von längstens drei Wochen, Maßnahmen zu deren Beseitigung konkretisiert und umgesetzt werden.

Dies setzt eine schnelle Beurteilung voraus, ob im Hinblick auf die vorhandenen finanzwirtschaftlichen Ressourcen und Potenziale die Vermeidung oder Überwindung der Insolvenz außerhalb oder nur noch im Rahmen eines Insolvenzverfahrens möglich ist.

In der Zeit bis zur Fertigstellung des Sanierungskonzepts müssen offenkundige Insolvenzantragspflichten wegen eingetretener Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung mit der erforderlichen Sicherheit auszuschließen sein, z.B. mittels einer Überbrückungsfinanzierung zur Liquiditätssicherung oder eines Rangrücktritts zur Überschuldungsabwendung.

 

Stufe 1: Maßnahmen zur Sicherstellung der positiven Fortführungsprognose

Zur Abwendung einer drohenden Insolvenz hat das Sanierungskonzept in ­einer ersten Stufe Maßnahmen zur Herbeiführung bzw. Sicherstellung der Fortführungsfähigkeit (positive Fortführungsprognose) vorzusehen, mit denen sich die künftige Bestandsgefährdung des Unternehmens, also insbesondere die Gefahr des Eintritts von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, mindestens für das laufende und das folgende Jahr abwenden oder beheben lässt.

 

Stufe 2: Maßnahmen zur Sicherstellung der nachhaltigen Fortführungsfähigkeit

In einer nächsten Stufe muss im Sanierungskonzept dargelegt werden, wie das zu sanierende Unternehmen diese Fortführungsfähigkeit nachhaltig erreichen kann.

Dies setzt voraus, dass das Unternehmen auf seinem relevanten Markt über Wettbewerbsfähigkeit verfügt oder sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit diese Fähigkeit erarbeiten kann. Die Wettbewerbsfähig­keit gründet sich vor allem auch auf das Mitarbeiterpotenzial, also das Wissen, die Fähigkeiten, die Loyalität und die Motivation des Managements und der Belegschaft, die es ermöglichen, für die Kunden Werte durch marktfähige Produkte und Leistungen zu schaffen.

Dazu muss die Unternehmensleitung über den Willen, die Fähigkeiten und die Möglichkeiten verfügen, das Unternehmen in einem überschaubaren Betrachtungszeitraum so weiterzuent­wickeln, dass es zu einer Marktstellung gelangt, die ihm eine nachhaltige und branchenübliche Rendite bei einer angemessenen Eigenkapitalausstattung ermöglicht und es daher wieder attraktiv für Kapitalgeber macht (Renditefähigkeit). Auf dieser Stufe ist der Planungszeitraum entsprechend auszuweiten.

Die Einschätzung der Erfolgsaussichten einer Sanierung mit den Kriterien der nachhaltigen Fortführungsfähigkeit (Wettbewerbsfähigkeit und Renditefähigkeit) stellt ein Prognoseurteil und damit eine Wahrscheinlichkeitsaussage dar, die durch Schwächen in der Umsetzung, Unwägbarkeiten des Marktgeschehens und nachträglich bessere Erkenntnisse hinfällig werden kann.

Die Erfolgsaussichten werden zudem maßgeblich durch die Überzeugungskraft des Sanierungskonzepts sowie die Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit der handelnden Personen bestimmt.

 

Unsere Leistungen in Zusammenarbeit mit Fachanwälten und Steuerberater:

 

  1. Erfüllung der Pflichtbestandteile des Gutachtens nach IDW S6

 

  • Technik der Prüfung und Plausibilisierung des Gutachtens
  • Vermeidung von Insolvenztatbeständen
  • Berücksichtigung der Anforderungen an die Fortbestehensprognose
  • Sonderfragen zu Sanierungsdarlehen
  • Haftungsfragen
  • Umsetzung des Gutachtens durch ein professionelles Sanierungsmanagement
  • Organisation des Sanierungscontrollings.

 

Die Erstellung einer Fortbestehensprognose bzw. eines Sanierungsgutachtens kann sich bis auf vier Wochen hinziehen. Dies kann unter Umständen schon zu lange sein, falls die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit besteht und somit eine außergerichtliche Sanierung nicht mehr möglich ist.

 

Eigenverwaltung / Schutzschirmverfahren bei einer Unternehmenssanierung

Falls Gefahr der Zahlungsunfähigkeit besteht, werden wir prüfen, ob eine sogenannte Eigenverwaltung nach §§ 270 bis 285 InsO möglich ist. Die Voraussetzungen für eine Eigenverwaltung, auch Schutzschirmverfahren genannt - sind im § 270 der Insolvenzordnung festgelegt:

 (1) Der Schuldner ist berechtigt, unter der Aufsicht eines Sachwalters die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen, wenn das Insolvenzgericht in dem Beschluss über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Eigenverwaltung anordnet. Für das Verfahren gelten die allgemeinen Vorschriften, soweit in diesem Teil nichts anderes bestimmt ist. Die Vorschriften dieses Teils sind auf Verbraucherinsolvenzverfahren nach § 304 nicht anzuwenden.

(2) Die Anordnung setzt voraus,

  1. dass sie vom Schuldner beantragt worden ist und
  2. dass keine Umstände bekannt sind, die erwarten lassen, dass die Anordnung zu Nachteilen für die Gläubiger führen wird.

(3) Vor der Entscheidung über den Antrag ist dem vorläufigen Gläubigerausschuss Gelegenheit zur Äußerung zu geben, wenn dies nicht offensichtlich zu einer nachteiligen Veränderung in der Vermögenslage des Schuldners führt. Wird der Antrag von einem einstimmigen Beschluss des vorläufigen Gläubigerausschusses unterstützt, so gilt die Anordnung nicht als nachteilig für die Gläubiger.

(4) Wird der Antrag abgelehnt, so ist die Ablehnung schriftlich zu begründen; § 27 Absatz 2 Nummer 4 gilt entsprechend.

 

Darauf folgt nach § 270a InsO das Eröffnungsverfahren; Gesetzestext:

(1) Ist der Antrag des Schuldners auf Eigenverwaltung nicht offensichtlich aussichtslos, so soll das Gericht im Eröffnungsverfahren davon absehen,

  1. dem Schuldner ein allgemeines Verfügungsverbot aufzuerlegen oder
  2. anzuordnen, dass alle Verfügungen des Schuldners nur mit Zustimmung eines vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind.

Anstelle des vorläufigen Insolvenzverwalters wird in diesem Fall ein vorläufiger Sachwalter bestellt, auf den die §§ 274 und 275 entsprechend anzuwenden sind.

(2) Hat der Schuldner den Eröffnungsantrag bei drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt und die Eigenverwaltung beantragt, sieht das Gericht jedoch die Voraussetzungen der Eigenverwaltung als nicht gegeben an, so hat es seine Bedenken dem Schuldner mitzuteilen und diesem Gelegenheit zu geben, den Eröffnungsantrag vor der Entscheidung über die Eröffnung zurückzunehmen.

 

Deshalb bieten wir Ihnen hier an, eine

Vorbereitung einer Unternehmenssanierung gemäß § 270b Abs. 1 Satz 3 der Insolvenzordnung (InsO)

vorzunehmen.

Diese ist im § 270b InsO gesetzlich geregelt:

(1) Hat der Schuldner den Eröffnungsantrag bei drohender Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung gestellt und die Eigenverwaltung beantragt und ist die angestrebte Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos, so bestimmt das Insolvenzgericht auf Antrag des Schuldners eine Frist zur Vorlage eines Insolvenzplans. Die Frist darf höchstens drei Monate betragen. Der Schuldner hat mit dem Antrag eine mit Gründen versehene Bescheinigung eines in Insolvenzsachen erfahrenen Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder Rechtsanwalts oder einer Person mit vergleichbarer Qualifikation vorzulegen, aus der sich ergibt, dass drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, aber keine Zahlungsunfähigkeit vorliegt und die angestrebte Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos ist.

(2) In dem Beschluss nach Absatz 1 bestellt das Gericht einen vorläufigen Sachwalter nach §270a Absatz 1, der personenverschieden von dem Aussteller der Bescheinigung nach Absatz 1 zu sein hat. Das Gericht kann von dem Vorschlag des Schuldners nur abweichen, wenn die vorgeschlagene Person offensichtlich für die Übernahme des Amtes nicht geeignet ist; dies ist vom Gericht zu begründen. Das Gericht kann vorläufige Maßnahmen nach § 21 Absatz 1 und 2 Nummer 1a, 3 bis 5 anordnen; es hat Maßnahmen nach § 21 Absatz 2 Nummer 3 anzuordnen, wenn der Schuldner dies beantragt.

(3) Auf Antrag des Schuldners hat das Gericht anzuordnen, dass der Schuldner Masseverbindlichkeiten begründet. § 55 Absatz 2 gilt entsprechend.

(4) Das Gericht hebt die Anordnung nach Absatz 1 vor Ablauf der Frist auf, wenn

  1. die angestrebte Sanierung aussichtslos geworden ist;
  2. der vorläufige Gläubigerausschuss die Aufhebung beantragt oder
  3. ein absonderungsberechtigter Gläubiger oder ein Insolvenzgläubiger die Aufhebung beantragt und Umstände bekannt werden, die erwarten lassen, dass die Anordnung zu Nachteilen für die Gläubiger führen wird; der Antrag ist nur zulässig, wenn kein vorläufiger Gläubigerausschuss bestellt ist und die Umstände vom Antragsteller glaubhaft gemacht werden.

     

Der Schuldner oder der vorläufige Sachwalter haben dem Gericht den Eintritt der Zahlungsunfähigkeit unverzüglich anzuzeigen. Nach Aufhebung der Anordnung oder nach Ablauf der Frist entscheidet das Gericht über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

 

§ 270c Bestellung des Sachwalters

Bei Anordnung der Eigenverwaltung wird anstelle des Insolvenzverwalters ein Sachwalter bestellt. Die Forderungen der Insolvenzgläubiger sind beim Sachwalter anzumelden. Die §§ 32 und 33 InsO sind nicht anzuwenden.

 

Sie als Geschäftsführer haben bei der Eigenverwaltung den Vorteil, dass die Geschäfte weiterhin von Ihnen geführt werden.

Ebenso hat Ihnen der Gesetzgeber durch das Insolvenzgeld bzw. dessen Vorfinanzierung ein Mittel zur Liquiditätsschöpfung geschaffen, dessen Zweck die Absicherung der Betriebsfortführung in der Insolvenz ist, ohne dass dabei Masseverbindlichkeiten ausgelöst werden (§ 55 Abs. 3 InsO).

 

Für eine Prüfung, wo Ihr Unternehmen derzeit steht, teilen Sie uns Ihre Daten auf unserer Seite Hilfe & Kontakt mit. Wir melden uns umgehend bei Ihnen.

 

Kostenloses Erstgespräch nach Vereinbarung möglich.
Bitte rufen Sie an unter 07046/881434 oder schicken Sie eine E-Mail.